Archiv der Kategorie: 7/10

Mehr ist anders. 11.111 vs. 33.333 Stöcke pro Hektar

Siehe da: 33.333 Merlot Rebstöcke pro Hektar

Ein bisschen verrückt muss er schon sein, der gute Dominique Leandre Chevalier vom Chateau Le Queyroux (Nachfolgend nur noch DLC genannt). Wie sonst würde man auf die Idee kommen, eines der wohl aufwendigsten Weinbau Projekte in die Tat umzusetzen. Man nehme ein sehr steiniges Stück Land, unterteile dies in zwei Hälften und bepflanzte die eine Seite mit Merlot und die andere auch. Alles ist gleich. Der Boden, die Rebsorte (Klone), das Wetter. Nur einen fundamentalen Unterschied hat DLC hier eingebaut: Wo die eine Seite des Weinberges mit 11.111 Rebstöcken pro Hektar bepflanzt wurde, hat er auf der anderen Seite unglaubliche 33.333 Rebstöcke pro Hektar in den Boden gesetzt. Man muss die Zahl 33.333 einmal im Vergleich sehen: Wenn in Deutschland ein Acker mit Rebstöcken „dicht“ bepflanzt ist, stehen auf diesem etwa 8.000 pro Hektar. Das Bild zeigt das volle Ausmaß dieser Arbeit deutlich. Ach so, der Vollständigkeit halber, wir sind hier im Bordeaux, genauer gesagt in der Côtes de Blaye. Mehr ist anders. 11.111 vs. 33.333 Stöcke pro Hektar weiterlesen

Zisch, Wupp, Zapp, Bizzl: 2013 Braunewell Riesling Kalkstein

2013 Braunewell Riesling Kalkstein

Man darf gut und gerne behaupten, Riesling ist das Chamäleon unter den Weißwein Rebsorten auf dieser unserer Welt. Keine andere Rebsorte schafft es den Untergrund auf dem sie wächst so aussagekräftig und unverkennbar im Endprodukt Wein widerzuspiegeln. Egal ob Schiefer, Löss/Lehm, Kalkstein oder Bundsandstein, dem geübten Hobby-Geologen gelingt mit etwas Übung recht schnell die Zuordnung der Bodenformation, auf der der Riesling einst wuchs. Boden schmeckbar machen – wenn der Winzer es zulässt (Thema Aromahefen) – für den Riesling kein Problem.

Ausflug in die Steinwelt.

Kalkstein, bzw. Kalkmergel gibt es südlich des Maines in Deutschland in fast allen Anbaugebieten. Selbstredend wachsen die Reben hier nicht auf puren und festen Kalkstein, sondern saugen ihre Nährstoffe aus einem Ton/Löß Boden mit einem sehr hohen gelösten Kalkanteil. Der Ton sorgt zugleich für gute Wasserversorgung. Doch was macht den Riesling vom Kalk denn so besonders? Nehmen wir hier einen der schönsten Kalkriesling-Interpretationen als Anschauungsbespiel: Zisch, Wupp, Zapp, Bizzl: 2013 Braunewell Riesling Kalkstein weiterlesen

Baby, es gibt Fleisch! 2012 Mullineux Kloof Street Rouge

2012 Kloof Street Swartland

Grillen kann man das ganze Jahr über. So zumindest die einhellige Meinung der unzähligen Grill-Clubs da draußen. „Es gibt nur schlechte Klamotten und kein schlechtes Wetter“ – hatte sogar meine Oma schon gesagt. Recht hat sie! Also rufen wir kurzerhand die wehrte Leserschaft zum Ganzjahresgrillen auf. Den passenden Wein haben wir zumindest gerade dazu entdeckt.

Genauso unzählig wie Grill Clubs werden auch an jeder Ecke „Grill Weine“ ausgerufen. Alles was rot, fruchtig, unkompliziert und süffig ist, wird als Grill oder BBQ Wein abgestempelt. Thema „Anliegen-Wein“. Doch wir haben hier einen ECHTEN Grill-Wein aufgetan, der sich nicht nur gut zur Bratwurst, Steak oder Lamm Kamm macht, sondern auch noch während des Grillrituals mit seinem Geschmack an das Endprodukt erinnert: 2012 Mullineux Kloof Street Rouge! Baby, es gibt Fleisch! 2012 Mullineux Kloof Street Rouge weiterlesen