Das Manifest

Rebolution
Authentische Weine

Die Rebolution hat längst begonnen und war in der Weinwelt immer allgegenwärtig.

Wir, Nico Medenbach & Giancarlo Biscardi, möchten mit Rebolution eine Plattform schaffen um über das Thema „authentischer Wein“ zu berichten, verkosten und – vielleicht ein Stück weit – zu lehren. Rebolution stellt eine kleine Rolle rückwärts in der Evolution des Weinbaus und Weinbewertung dar. Weg von beliebigen und austauschbaren Cuvee’s aus internationalen Rebsorten gepaart mit getoasteten Holz, viel Frucht-Konzentrat und weichgespültem Tannin. Wir werden uns auf eine Reise begeben und authentische Weine suchen. Weine, die uns beim trinken Ihre wahre Geschichte zeigen, einzigartig erzählt und geschrieben von Protagonisten wie Rebsorten, Terroir und den Menschen die hinter diesen Weinen stehen.

Doch warum dieser Kampf ? Soll doch jeder trinken worauf er Lust hat! Grundsätzlich richtig, aber…

Im Grunde genommen möchten wir hier mehrere Lanzen brechen. Lanzen für gestandene und querköpfige Winzer-Unikate, welche sich als Weinbauer und nicht als Wein-Designer sehen. Lanzen für autochthone Rebsorten und schroffe Landschaften. Für uns braucht ein Großer Wein Zeit. Sei es im Fass oder auf der Flasche. Leider wird uns diese Zeit Heutzutage nicht mehr gegeben. In Zeiten der sich immer schneller drehenden Wein-Welt sind die großen Weintester mehr oder weniger auf den gleichen Zug aufgesprungen und haben durch ihre Bewertungen die Winzer dazu gebracht, trinkfertige und schnell zugängliche Weine zu produzieren. Im Grunde ist nichts verwerfliches daran diese Weine zu produzieren, doch werden fast einzig und alleine diese Weine als „Große Weine“ in den Himmel gelobt. Diese uniformen Produkte sind in unseren Augen extrem langweilig und oft maßlos überteuert. Hier möchten wir den Fokus weg von den Blendern und hin zu den authentischen Weinen richten.

Großer Wein braucht sehr oft Zeit um zu zeigen, was in ihm steckt. Doch nur wenige Winzer können es sich leisten, ihre großen Weine erst nach mehreren Jahren Flaschenreife auf den Markt zu bringen. Dieses Extra an Reife und Entwicklung kann durchaus in höheren Bewertungen und steigenden Preisen für den Wein enden. Leider sieht die Realität oft ganz anders aus. Die Weine kommen zu früh auf den Markt, weil es sich kaum einer mehr leisten kann, sein Kapital so lange zu binden. Das Resultat sind unfertige Weine, die ihren Trinkhöhepunkt noch lange nicht erreicht haben und entsprechend von dem gierigen Weintrinker zu früh getrunken werden. Da aber die einflussreichen Weintester und Weinkritiker fertige und trinkreife Weine bevorzugen, müssen, wie sollte es anders sein, die vermeidlichen großen Weine leicht zugänglich und früh trinkreif „gemacht“ werden. Und genau da beißt sich der Fuchs selbst in den Schwanz. Kaum ein Weinkritiker hat die Zeit sich mehrere Stunden mit einem Wein zu beschäftigen. Oft bleiben nur Minuten oder sogar nur Sekunden um einem Wein die finale Punktzahl zu vergeben. Somit liegt die Kunst des „Weinmachens“ darin, den Kritiker innerhalb dieser kurzen Zeit zu fesseln. Sprich: Der Wein muss von Sekunde Eins an alles zeigen was er vermeintlich hat. Leider haben wir allzu oft aber die Erfahrung gemacht, dass diese – nennen wir sie „95+“ Weine – über einen Abend getrunken regelrecht in sich zusammen fallen. Und genau dort liegt in unseren Augen die Blendung des Konsumenten.

Es gibt so viele Weine die in den hintersten Ecken der Weinregale schlummern und für den Konsumenten unentdeckt bleiben, weil Sie von unseren Freunden – den Weinkritiker, Weinreportern und Weinjournalisten – und der kürze der Zeit nicht das zeigen können und wollen, was von ihnen erwartet wird. Im schlimmsten Fall werden sie schlichtweg schlecht bewertet, weil sie nicht dem Internationalen Weingeschmack entsprechen. Diese Weine gilt es für uns zu finden und auf der Plattform Rebolution über sie zu berichten. Wir schaffen eine Bühne für ihre ungehörten Geschichten.

Rebolution

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