4. Rebolutionäres Gießener Wein Theater: #Wein/innen

oder auch: „Ein Workshop zum Thema femininer Wein“

Femininer Wein?

Nach dem die letzten beiden Proben des Gießener Wein-Theaters mit trockenem Rieslingen und kantigen Nebbiolos verbracht wurden, entflammte in uns der Gedanke für eine Probe mit leichteren, weicheren und eleganteren Weinen. Das Resultat kann am Sonntag den 24.Januar 2016 unter dem Motto „Ein Workshop zum Thema Femininer Wein“ im Gianoli in Gießen von 17-20 Uhr live erlebt werden.

Folgende Themen rund um das Thema „Frau und Wein“ versuchen wir gemeinsam mit unseren Wein-Probanden und entsprechen Wein Beispielen zu erörtern:

1. Wein für den Frauenabend / die Ladiesnight – gibt es Alternativen zu Hugo, Asti und co.?
2. Welchen Wein sucht Man(n) zum ersten Date aus?
3. Wein von Frau gemacht – Frauenpower in der Winzer Welt
4. Wein wie für Frau gemacht – Was bezeichnet man als feminine Weine und wieso?

Hier noch einmal das Wichtigste auf einen Blick:

Was? 4. Rebolutionäres Gießener Wein Theater: #Wein/innen
Wann? Sonntag, 24. Januar 2016 – 17-20 Uhr
Wo? Im Gianoli, Plockstraße 7 in Gießen
Wie? Anmeldung nur unter: +49 641 58092722
Wieviel? 50€ inkl. Weine und leckeren Häppchen aus Gianoli’s Küche

Wir freuen uns auf einen unterhaltsamen Sonntag Nachmittag!

Fränkische Affäre: 2014 Zehnthof Luckert Blauer Silvaner

Fränkische Affaire: 2014 Luckert Blauer Silvaner

Giancarlo Biscardi in „Meine Fränkische Affäre“

Geschrieben aus der emotionalen Sicht von Giancarlo Biscardi / Überarbeitet von Nico Medenbach.

Montagabend. Es ist dunkel und nasskalt. Der Herbst kommt in großen Schritten auf uns zu. Es gelüstet mich langsam aber sicher nach den vollmundigen und schmeichelnden Rotweinen, welche sich Druckvoll an meinen Gaumen schmiegen und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Gattung von Wein, die sich wie ein Abenteuer in unserem Hirn festbrennen und auch noch Jahre später uns ein Schmunzeln in das Gesicht zaubern. Genau so etwas brauche ich – jetzt! Da trifft es sich gut, das ich auf den Weg zu Nico bin. Ja, mein Freund Nico, die andere Hälfte des Rebolution Teams. Der weiß (fast) immer was ich brauche. Nur zum deutschen Rotwein hat er mich noch nicht bekommen.

Warum schweife ich in der Einleitung so aus? Ganz einfach. Es gibt bei Nico keinen Rotwein. Nicht mal einen deutschen. Stattdessen schenkt er mir eine „Fränkische Blondine“ ein und verschwindet für 45 Minuten für eine Telefonkonferenz mit den USA. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Meine Vorurteile schweifen ins Bodenlose ab. Ich werde unfair. Was hat er mir da denn bloß in das Glas geschüttet? Weingut Zehnthof Luckert. Schön, und weiter? Dann dieser Name. „Blauer Silvaner“, hab ich noch nie gehört. Was soll‘s. Ich habe ja keine Wahl. Ich widme mich der unbekannten Blondine aus dem fränkischen Sulzfeld am Main und hoffe darauf, dass Nico in der Küche noch irgendwas Sinnliches im Dekanter vor mir verheimlicht. Fränkische Affäre: 2014 Zehnthof Luckert Blauer Silvaner weiterlesen

Mehr ist anders. 11.111 vs. 33.333 Stöcke pro Hektar

Siehe da: 33.333 Merlot Rebstöcke pro Hektar

Ein bisschen verrückt muss er schon sein, der gute Dominique Leandre Chevalier vom Chateau Le Queyroux (Nachfolgend nur noch DLC genannt). Wie sonst würde man auf die Idee kommen, eines der wohl aufwendigsten Weinbau Projekte in die Tat umzusetzen. Man nehme ein sehr steiniges Stück Land, unterteile dies in zwei Hälften und bepflanzte die eine Seite mit Merlot und die andere auch. Alles ist gleich. Der Boden, die Rebsorte (Klone), das Wetter. Nur einen fundamentalen Unterschied hat DLC hier eingebaut: Wo die eine Seite des Weinberges mit 11.111 Rebstöcken pro Hektar bepflanzt wurde, hat er auf der anderen Seite unglaubliche 33.333 Rebstöcke pro Hektar in den Boden gesetzt. Man muss die Zahl 33.333 einmal im Vergleich sehen: Wenn in Deutschland ein Acker mit Rebstöcken „dicht“ bepflanzt ist, stehen auf diesem etwa 8.000 pro Hektar. Das Bild zeigt das volle Ausmaß dieser Arbeit deutlich. Ach so, der Vollständigkeit halber, wir sind hier im Bordeaux, genauer gesagt in der Côtes de Blaye. Mehr ist anders. 11.111 vs. 33.333 Stöcke pro Hektar weiterlesen

Rebolution live: Entwirrung Deutscher Wein-Labels

Verwirrt euch das hier unten stehende? Habt ihr Angst vor deutschen Wein Etiketten?

Wir helfen euch!

Verwirrung auf Deutschen Wein Labels

„Wein Authentisch Erleben“ geht in die zweite Runde. Nach dem wunderbaren und feucht-lehrreichen Kennenlernen im Juli, geht das Gießener Wein-Theater wieder auf die vinophile Kleinkunst Bühne. Das Thema der zweiten Session am Sonntag den 20. September ab 17 Uhr im Gianoli in Gießen ist die Entwirrung Deutscher Wein-Labels am Beispiel Riesling.
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Rebolution zum Anfassen und Mittrinken

Rebolution zum Anfassen und Mittrinken

Unter dem Motto „Wein Authentisch Erleben“ starten die Rebolutions Macher Giancarlo(links) und Nico(rechts) am 12.Juli 2015 das erste Rebolutionäre Wein Theater im Giessener Gianoli. Rebolution zum Anfassen und Mittrinken. Das Ziel ist es euch den hier verzapften Quatsch mittels mehrerer flüssigen und vinophilen Beispielen dem interessierten Weintrinker geschmacklich zu verdeutlichen. Unten stehend findet ihr alle Informationen zur ersten Session. Weitere werden definitiv folgen und hier bzw. via Facebook veröffentlicht. Traut euch. Wir beißen nicht!

Wein Authentisch Erleben

->Einladung / Information „Wein Authentisch Erleben Vol.1“

Neue Wege sollst du gehen! 2012 Herrenhof Lamprecht Buchertberg Rot

2012 Herrenhof Lamprecht Buchertberg Rot

Wer sich des Öfteren einmal neben den ausgelatschten und platt getrampelten Pfaden im undurchsichtigen Wein-Dschungel bewegt, kann es durchaus schwer haben, sich gänzlich ohne Parker-Punkte Wegweisern zurechtzufinden. Dennoch rufen wir Euch akribisch dazu auf, diese Abenteuer einzugehen und sich einfach mal dem Unbekannten hinzugeben. Denn ohne diese Abenteuerlust hätten wir solche kleinen authentischen Schätze wie den 2012 Herrenhof Lamprecht Buchertberg Rot nie entdeckt! Also los: Sauft mehr unbekanntes!

Hosen runter!

Gottfried Lamprecht von dem steierischen Weingut Herrenhof Lamprecht ist ein echter Naturbursche. Sein Weingut ist Demeter zertifiziert, er arbeitet so nah mit und an der Natur wie möglich. Dennoch kann man an seinen Wein Etiketten den nötigen Fortschritt erkennen, ihm in Sachen Marketing durchaus den Orden „Winzer 2.0“ zu verleihen. Twitter, Facebook, Youtube-Stream – Gottfried ist allgegenwärtig. Um seinem authentischen vinophilen Schaffens noch mehr Ausdruck zu verleihen, hat Gottfried eine Herrenhof Charta verfasst. Ein niedergeschriebenes Bekenntnis im Sinne des Arbeitens mit der Natur und dem respektvollen Umgang gegenüber dem Endprodukt Wein. Transparent, nachvollziehbar und angreifbar. Hosen runter für authentischen Wein. So gefällt uns das!

Die Herrenhof Charta. Neue Wege sollst du gehen! 2012 Herrenhof Lamprecht Buchertberg Rot weiterlesen

Wein essen! 2011 Mas des Chimeres „Caminarem“ / Terrazzes du Larzac

2011 Mas des Chimeres Caminarem

Jeder mag sie, jeder liebt sie: Früchte im Wein. Cabernet Sauvignon riecht und schmeckt je nach Region und Ausbauart nach Brombeere und schwarzer Johannisbeere, Sangiovese aus der Toskana nach Kirschen und der Riesling trocken nach Apfel, Ananas oder Pfirsich. Lecker. Doch was wenn ein Wein nach „Essen“, sprich nach einer ganzen gekochten oder zubereiteten Mahlzeit oder zumindest Teilen davon riecht und schmeckt? Gibt’s nicht? Doch klar, gibt es! Gefunden haben wir so einen Kandidat im Süden Frankreichs, genauer gesagt in der AOC Terrazzes du Larzac, einen noch relativ unbekannten Teil des Languedoc: Der 2011 Mas des Chimeres „Caminarem“.

Premium fürs Volk.

Mas des Chimeres bzw. Eigentümer Guilhem Dardé macht Wein für das Volk. Egal ob der trinkende Mob in Deutschland sitzt oder direkt vor den Toren des Weingutes im Örtchen Octon verweilt, sein guter Wein (und er macht mit den besten in dieser Region) soll bezahlbar und auch für den ländlichen Pöbel erschwinglich sein. Dabei soll sein Idealbild des authentischen, greifbaren und ehrlichen Weines aus der Region Terrazzes du Larzac nicht nur der weltweiten Weinentdeckergesellschaft vorbehalten sein. Spitzenwein für das ländliche Volk – wenn das mal kein sympathischer Ansatz ist. Wein essen! 2011 Mas des Chimeres „Caminarem“ / Terrazzes du Larzac weiterlesen

Zisch, Wupp, Zapp, Bizzl: 2013 Braunewell Riesling Kalkstein

2013 Braunewell Riesling Kalkstein

Man darf gut und gerne behaupten, Riesling ist das Chamäleon unter den Weißwein Rebsorten auf dieser unserer Welt. Keine andere Rebsorte schafft es den Untergrund auf dem sie wächst so aussagekräftig und unverkennbar im Endprodukt Wein widerzuspiegeln. Egal ob Schiefer, Löss/Lehm, Kalkstein oder Bundsandstein, dem geübten Hobby-Geologen gelingt mit etwas Übung recht schnell die Zuordnung der Bodenformation, auf der der Riesling einst wuchs. Boden schmeckbar machen – wenn der Winzer es zulässt (Thema Aromahefen) – für den Riesling kein Problem.

Ausflug in die Steinwelt.

Kalkstein, bzw. Kalkmergel gibt es südlich des Maines in Deutschland in fast allen Anbaugebieten. Selbstredend wachsen die Reben hier nicht auf puren und festen Kalkstein, sondern saugen ihre Nährstoffe aus einem Ton/Löß Boden mit einem sehr hohen gelösten Kalkanteil. Der Ton sorgt zugleich für gute Wasserversorgung. Doch was macht den Riesling vom Kalk denn so besonders? Nehmen wir hier einen der schönsten Kalkriesling-Interpretationen als Anschauungsbespiel: Zisch, Wupp, Zapp, Bizzl: 2013 Braunewell Riesling Kalkstein weiterlesen

Auf alten Gäulen lernt man reiten: 2005 Feudi di San Gregorio „Syriacus“

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Ein Wein aus 2005 ist ein alter Gaul? Nein. Oder ist das wieder so ein grenz-debile Anspielung auf Körpersaft Austausch mit der Oma? Auch nicht. Gemeint ist hier das Alter der Reben, an denen die Trauben für unseren heutigen Wein wachsen. Es handelt sich dabei um den 2005 Feudi di San Gregorio „Syriacus“, ein Irpinia Rosso IGT aus Kampanien/Italien. Und das es diesen Wein überhaupt gibt, grenzt an ein Wunder. Hier nun die ganze Geschichte.

Lernen von der „Grande Dame“…

Man kann durchaus von einer Sensation sprechen, als man in den 90er Jahren diese Rebstöcke auf einer Farm im Hinterland Kampaniens entdeckte. Der einzige Mensch der ein wenig Auskunft über diesen Reb-Wald geben konnte, war der damals schon 80 jährige Besitzer des Weingärtchens. Entdeckt wurden etwa ein Hektar 3 Meter hohe, bis zu 11 Meter breite und 250 Jahre alte Rebstöcke. Optisch eher an Bäume wie an Reben erinnernd. Eine DNA Analyse ergab schlussendlich, das es sich um einen Ur-Klon der Syrah Traube handelte: Sirica. Man traute seinen Augen kaum, denn diese von der Reblaus im 19. Jahrhundert verschonte Rotweinsorte galt als ausgerottet. Eine genetische Verwandtschaft mit den Rebsorten Teroldego, Lagrein und Refosco besteht ebenfalls. Doch nun genug Fakten – wie schmeckt der Wein? Auf alten Gäulen lernt man reiten: 2005 Feudi di San Gregorio „Syriacus“ weiterlesen

Richtig gehört: Roter Veltliner!

roter_veltliner

Die Weinwelt kann schon verwirrend sein. Bestes Beispiel: der weiße Rote Veltliner, welcher so gar nichts mit dem grünen Veltliner zu tun hat. Gut, er kommt wie sein Grüner Namensvetter ebenfalls aus Österreich, genauer gesagt aus der Niederösterreichischen Region Wagram. Hier hat er zumindest sein qualitatives Hauptquartier. Doch damit enden auch die Gemeinsamkeiten. Verwandt ist der Rote Veltliner mit dem Weißroten, Braunen Veltliner, Silberweißen Veltliner, Zierfandler, Rotgipfler und dem Gelbling. Und gemeinsam wohnen sie in der Villa Regenbogen. Letzteres ist natürlich Quatsch.

Der Name ist Program: Roter Veltliner

Prinzessin.

Im Weinberg ist der ertragreiche Rote Veltliner eher schwierig. Da die Trauben anfällig für Pilzkrankheiten sind, braucht die Prinzessin viel Pflege und Zuwendung. Das mag einer der Gründe dafür sein, warum sie nur noch auf ca. 190 Hektar in Österreich zu finden ist. Um diese Prinzessin besser kennenzulernen, stellen wir euch heute gleich zwei Rote Veltliner vor. Einmal den Kennenlernen-Flirt für den kleinen Geldbeutel und eine zur Königin gereifte Schönheit. Richtig gehört: Roter Veltliner! weiterlesen